Eschacher Heimatmuseum

Das Eschacher Heimatmuseum im sogenannten Waschhaus am Torplatz ist seit
März 2021 geschlossen. Dieses viel dem Sparstift der Stadt Ravensburg zum Opfer.

 

Im Mittelpunkt des Eschacher Heimatmuseums stand die Geschichte des ehemaligen Prämonstratenserstifts Weißenau. Präsentiert wurden Besitzkarten des Klosters, die „Weißenauer Bauernkriegschronik" von Abt Jacob Murer aus dem Jahr 1525 in Faksimile, Skulpturen des 17. Jahrhunderts, liturgische Gewänder aus dem 18. Jahrhundert sowie weitere Ausstattungsstücke aus dem früheren Kloster. Die Exponate illustrierten den geschichtlichen Werdegang des Stifts. Ausstellungsstücke zur Schreibschule des Klosters und der Wallfahrt zum Heiligen Blut nach Weißenau ergänzten die Thematik.

Das Museum war das Lebenswerk von Herbert Mayer, dem „Vater“ des Heimatmuseums, in das er viel Herzblut gesteckt hat.

 

 

So schrieb Herr Günter Peitz in der SZ am 16.03.2021:

 

Zwei Wegweiser auf dem Torplatz sind noch vorhanden. Sie weisen ins Nichts, denn das Heimatmuseum im ehemaligen Waschhaus des Klosters Weißenau, in dem mehr als 650 Jahre Geschichte des Prämonstratenserklosters dokumentiert war, ist nun endgültig selbst Geschichte.

Geschlossen ist dieses kleine, aber feine Museum, das einzige ausschließlich von Ehrenamtlichen betriebene in Ravensburg, schon länger. Nun haben die Aktiven des Kulturkreises Eschach die der Stadt gehörenden Vitrinen in den Ausstellungsräumen im alten Waschhaus schweren Herzens leergeräumt und die Exponate, meistens Leihgaben, an die Besitzer zurückgegeben beziehungsweise in die Klosterkirche zurückgebracht. Die Stadt will das historische Gebäude verkaufen.